Betroffenenvertretung

Rosenthaler Vorstadt

Bürgervertretung im Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt

Beth Zion - Synagoge Brunnenstraße 33

aktualisiert:  19.02.2009

Die Synagoge Beth Zion in der Brunnenstraße 33

Die BV Rosenthaler Vorstadt hat sich seit Jahren für den Erhalt der Privatsynagoge in der Brunnenstraße eingesetzt. Die begrüßenswerte Wiederbelebung des Ortes durch die Ansiedlung einer Talmud-Thora-Schule ging leider einher mit aus unserer Sicht unsensiblem Umgang mit den wenigen überlieferten baulichen Zeugnissen aus der Zeit der Tätigkeit des Synagogen-Vereins Beth Zion in den Jahren 1910-1938.
Die BV startete eine letzte Aktion zur Rettung des historischen Innenraums der Synagoge mit einem offenen Brief an die Senatorin für Stadtentwicklung, die oberste Denkmalschutzbehörde und den Landesdenkmalrat.
Nebenstehend finden Sie Zeitungsartikel zum Thema sowie Reaktionen auf unsere offenen Briefe.

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Ein bei der Bestandserfassung freigelegtes Säulenkapitell, inzwischen wurde es abgebrochen

"Ade, Beth Zion

Liebe Freunde und Erforscher der ehemaligen Vereinssynagoge Beth Zion, jetzt sind sie weg, die mühsam wieder entdeckten und erst im Frühjahr 2005 freigelegten Reste der Innenausstattung der letzten Berliner Privatsynagoge - Mitte Juli 2006. Allein die Fenster erinnern im Inneren noch an die einstige Bestimmung des Baukörpers - und seine Fassade. Seiteneingang und Laubhüttenstandort auf dem Hof wurden bereits im Winter abgerissen und sind bereits teilweise überbaut. Der zwischenzeitlich – u.a. zu den Jüdischen Kulturtagen 2003 – wiedererlebbare lichte Synagogen-Innenraum ist zwei flachen, dunklen Stockwerken gewichen.
15 Jahre ehrenamtliche Forschungen und 10 Jahre „Denkmalpflege“ sind beendet. Uns bleibt nur, die knapp 100jährige Baugeschichte zu Ende zu dokumentieren und aufzuschreiben.
Die nächsten 100 Jahre als umgebaute Talmud-Thora-Schule mögen erfolgreich sein!

Sabine Krusen"

offene Briefe:
an Herrn Zeller 2005
an Frau Junge-Reyer 2006

Zeitungsartikel:
Stadt-Plan-Mitte Nr.32, 09/2005
Berliner Woche 37/2005
Jüdische Allgemeine 20.07.2006
Berliner Woche 26.07.2006

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der Anbau rechts wurde inzwischen abgebrochen

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Innenraum vor dem Umbau, die Säulen wurden inzwischen abgebrochen und eine Zwischendecke eingezogen


Reaktionen auf den offenen Brief:

Landesdenkmalrat

Jüdischer Kulturverein