Betroffenenvertretung

Rosenthaler Vorstadt

Bürgervertretung im Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt

Stellungnahme

aktualisiert:  12.06.2006

der Betroffenenvertretung Rosenthaler Vorstadt zur
Neuordnung des Areals der Hemingway-Oberschule,
Elisabethkirchstraße 19-20, Block 018

(Nachnutzungs- und Bebauungsstudie zur Konkretisierung der Sanierungsziele, August 2005)


Die Betroffenenvertretung Rosenthaler Vorstadt vertritt nach ausführlichen Diskussionen zur o.g. Studie folgende Positionen:

Der Rahmenplan sieht bislang als Sanierungsziel Flächen für den Gemeinbedarf vor mit einem Neuordnungsbedarf. Wenn die Sanierungsziele konkretisiert werden sollen, dann ist auch weiterhin der Gemeinbedarf Schwerpunktnutzung auf der neu zu ordnenden Fläche.

Der Zusammenhang, dass der Aufgabe der Kita-Vorhaltefläche in der Strelitzer Straße 53 nur unter der Bedingung zugestimmt wurde, wenn die Kita-Ersatzfläche in gleichem Umfang Platz im Block 018 findet, wird ausdrücklich betont.

In diesem Zusammenhang favorisiert die BV die große Kita-Lösung auch im Hinblick auf weitere Entwicklungen. Existierenden Kita-Initiativen ohne Räume und die ungewisse Zukunft der Kita in der Veteranenstraße zeigen, dass hier auch die Möglichkeit der Nutzung durch verschiedene Träger geprüft werden sollte.

Die Planungsvariante mit Darstellung einer öffentlichen Grünfläche wird ausdrücklich begrüßt. Seit Bestehen des Sanierungsgebietes wird auf das eklatante Grünflächendefizit in der Rosenthaler Vorstadt hingewiesen und dessen Beseitigung bzw. Milderung war und ist vorrangiges Sanierungsziel.
Einigkeit herrschte in der BV darüber, dass die Ausstattung der Grünfläche so unaufwändig wie möglich und pflegeleicht sein sollte. Die Forderung nach Erhalt sämtlicher vorhandener Vegetation beim Abbruch der Schule wird in diesem Zusammenhang erneuert.
Vorstellbar ist einen Modellversuch zu unternehmen bei dem die Pflege in der Verantwortung der Anwohner steht. Erfahrungen in dieser Richtung gibt es bereits im Zusammenhang mit Zwischennutzungskonzepten.

Wenn Flächen für eine Bebauung vorgesehen werden sollen, dann sieht die BV das Maximum in einer Blockrandbebauung in dem Ausmaß der historischen Bebauung, das heißt bis weitestens zur Ecke der Elisabethkirchstraße. Diese Art der Bebauung soll dem historischen Ort und dem angrenzenden Denkmalensembleschutzgebiet Rechnung tragen und den Charakter des Pappelplatzes stärken. Die Nutzung soll vorwiegend Wohnnutzung sein, mit gewerblicher Erdgeschoßnutzung. An der Invalidenstraße ist auch ein größerer Gewerbenutzungsteil denkbar. Im Sinne von Gemeinbedarf wird die Einordnung eines Seniorenheimes oder altengerechten Wohnens in der Neubebauung angeregt.

Die Varianten mit Einzelhäusern oder Reihenhäusern werden ausgeschlossen. Die Bebauung am Pappelplatz sollte eher geschlossen sein. Zusätzliche Wegeführungen im Block erscheinen nicht als sinnvoll.

Bei den Planungen ist zu berücksichtigen, dass mit großem Aufwand und öffentlichen Geldern die Elisabethkirchstraße umgebaut wurde und Zufahrten zum Blockinneren ebenso wie Parkordnung und Stellplatzanzahl in einem langen Bürgerbeteiligungsprozess erarbeitet wurden.

Für den bevorstehenden Planungsprozeß regt die BV eine intensive Bürgerbeteiligung an, da es sich nicht um eine zu entwickelnde Randfläche sondern um den Mittelpunkt der Rosenthaler Vorstadt handelt, dessen Neugestaltung nach Abschluss der denkmalgerechten Sanierung des Pappelplatzes und des Kirchenareals hier seinen Abschluss in einer Weise finden sollte, der mit einem hohen Maß an Akzeptanz und Identifikation der Anwohner verbunden ist.

BV Rosenthaler Vorstadt
20.11.05